Vorfach.com - Angeln, Fischen, Bötchen fahren: Ein Angelfreund über Anglerfreuden

01.03.2013, 12:38 Uhr - Kategorie: Boote - Kommentare: 0

Was Angler über Boot und Bootsanhänger wissen müssen

Es gibt Gewässer, an denen man vom Ufer aus nur schwer fischen kann. Dies trifft besonders für Gewässer zu, deren Ufer nicht gut zugänglich sind oder an denen ein sehr dichter Pflanzenbewuchs vorherrscht. Dasselbe gilt für besonders große Gewässer: Wer zum Beispiel am Bodensee vom Ufer aus angeln möchte, hat relativ schlechte Karten. Bei einem solch großen See hat man als Angler nur dann eine Chance, wenn man über ein Boot verfügt und mit diesem hinaus fahren kann.

Zahlreiche Angler müssen gestehen, dass sie schon häufiger darüber nachgedacht haben, sich ein Boot anzuschaffen. Doch häufig bleibt es beim bloßen Gedanken, nur wenige setzen sich mit dieser Thematik tatsächlich auseinander. Dabei ist es meist gar nicht so schwierig, dieses Problem zu lösen. Gerade als Angler braucht man an das Boot keine allzu großen Forderungen stellen. Unzählige Boote kommen daher für eine Anschaffung in Frage.

Die Anforderungen an ein Fischerboot

Etliche Petrijünger möchten klein beginnen und sehen sich daher im Bereich der Schlauchboote um. Allerdings ist dies nicht zu empfehlen, denn Schlauchboote gelten als vergleichsweise empfindlich, besonders wenn sich Angelhaken oder scharfe Messer in ihrer Nähe befinden. Vernünftiger ist es, auf ein Boot mit belastbarem Rumpf zu setzen. Boote, deren Rümpfe aus Holz oder Glasfaser gefertigt sind, sind stets eine gute Wahl. Anders als Schlauchboote lassen sie sich zwar nicht komprimieren und daher auch nicht so leicht transportieren, doch auf dem Wasser bringen sie gleich mehrere Vorteile mit sich.

Teuer muss ein solches Boot übrigens nicht sein, schließlich muss man es nicht neu kaufen. Wer sich im Bereich der Kleinanzeigen und Onlineauktionen auf die Suche begibt, wird mit Gewissheit auf viele attraktive Angebote stoßen. Teilweise ist es erstaunlich, für wie wenig Geld man wirklich solide Boote erstehen kann. Natürlich sollte man sich ein wenig mit Bootstechnik auskennen, doch prinzipiell können Interessierte nicht viel falsch machen.

Transport des Bootes sicherstellen

Bevor beim Bootskauf zugeschlagen wird, sollte allerdings geklärt sein, wie man den Transport angehen möchte. Gemeint ist hiermit nicht nur die Abholung des gebrauchten Bootes, sondern auch die späteren Transporte an das Gewässer. In den meisten Fällen setzen Angler auf Boote, die sie mit einem Bootsanhänger transportieren können. Diese Variante ist gleich aus zwei Gründen sehr verbreitet. Zum einen hat man es beim Fahren relativ leicht, zum anderen verfügt man über die Möglichkeit, das Boot sehr komfortabel in das Wasser zu lassen. Alles in allem verspricht ein Bootsanhänger ein sehr komfortables Handling.

Im Idealfall werden Boot und Anhänger im Set gekauft. Allerdings stößt man auf derartige Angebote viel zu selten. Etliche Personen, die ihre alten Boote verkaufen, möchten ihre Anhänger behalten, um darauf ihre künftigen Boote zu transportieren. Folglich sind viele Interessenten dazu angehalten, sich am Markt nach einem geeigneten Anhänger umzusehen.

Bootsanhänger gebraucht kaufen

Theoretisch ist es möglich, einen solchen Hänger gebraucht zu kaufen. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass oft ein stattlicher Preis fällig wird. Häufig ist es deutlich sinnvoller, sich für einen gebrauchten Bootstrailer zu entscheiden. Weil die meisten Angelboote relativ klein und leicht sind, wird kein besonders anspruchsvoller Bootsanhänger benötigt. Daher ist es meist auch nicht schwierig, am Gebrauchtmarkt fündig zu werden. Im Prinzip ist beim Auswählen nur auf zwei Dinge zu achten. Zum einen ist es wichtig, dass Boot und Anhänger wirklich zueinander passen. Zum anderen sollte der technische Zustand des Anhängers überzeugen, damit man ihn jederzeit problemlos durch den TÜV kommt.

Fahrerlaubnis auf dem Wasser und der Straße

In den meisten Fällen werden Bootsanhänger von der Zulassungsbehörde als Sportanhänger eingestuft und sind daher von Steuer und Versicherungspflicht befreit. Allerdings sollte man diese Vermutung nicht automatisch anstellen. Es ist immer besser, die Papiere des Anhängers auf der Behörde vorzulegen und sich zu vergewissern. Besser man sorgt vor, denn sollte man trotz Versicherungspflicht ohne Versicherungsschutz unterwegs sein, droht großer Ärger.

Im Übrigen sollte sichergestellt sein, dass man dazu berechtigt ist, ein entsprechendes Gespann zu fahren. Wer einen alten Führerschein der Klasse 3 besitzt, befindet sich – sofern der Anhänger einschließlich Ladung nicht zu schwer ist – auf der sicheren Seite. Im Zweifelsfall setzt man sich mit dem Landratsamt in Verbindung. Falls man die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann kurzerhand ein Anhängerführerschein erlangt werden. Für die meisten Gespanne reicht dieser Führerschein vollkommen aus.