Vorfach.com - Angeln, Fischen, Bötchen fahren: Ein Angelfreund über Anglerfreuden

20.02.2013, 10:23 Uhr - Kategorie: Angelreisen, Boote - Kommentare: 0

Bootsurlaub auf der Havel: Natur, Kultur, Fisch und Hauptstadt

Die Havel bietet wie kaum ein anderer Fluss Deutschlands eine an vielen Stellen unberührte Natur sowie die unmittelbare Nähe zu geschichtsträchtigen Orten. Ihren Ursprung hat sie in Mecklenburg-Vorpommern. Hier entspringt sie im Nationalpark Müritz und fließt zunächst in südlicher Richtung an Berlin vorbei bis Potsdam, macht einen westlichen Knick bis zur Stadt Brandenburg an der Havel, um dann im Nordwesten in Havelberg in die Elbe zu münden. In ganz Brandenburg ist sie mit Motorschiffen befahrbar. Einmalig sind ihre seenartigen Ausbuchtungen im Berliner Raum, wie z. B. der Wannsee.

Natur der Havel

Der Bereich zwischen Brandenburg/Havel und der Elbe ist besonders naturbelassen. Diese Region gilt als größtes Binnen-Feuchtgebiet Mitteleuropas und wird seit Jahren aufwendig renaturiert. Biber und Seeadler fühlen sich hier wohl, zur Zugzeit lassen sich Kraniche aus Nordeuropa in riesigen Scharen beobachten.

Ihre Naturbelassenheit macht die Havel zu einem fischreichen Gewässer. Was wäre ein Bootsurlaub ohne selbst gefangenen Fisch? Wer sich auf den Fang von Friedfischen wie Rotauge, Brasse oder Güster beschränkt, darf im Land Brandenburg sogar ohne Fischereischein angeln. Hierzu ist lediglich eine einmalige Fischereiabgabe sowie der Kauf einer Friedfischkarte in einer der zahlreichen Touristeninformationen erforderlich. Raubfische wie Wels, Hecht, Zander und Barsch dürfen dagegen nur mit vorhandenem Fischereischein geangelt werden.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten machen einen Landgang an vielen Orten entlang der Havel zu einem Erlebnis. Dieser kann auch mit einem Rad stattfinden, wobei Teile des Havel-Radwegs genutzt werden können. An der Oberhavel nördlich von Berlin bietet sich ein Besuch des Industriedenkmals Ziegeleipark Mildenberg an. Für Bootsfahrer steht bei Kilometer 22 eine nahegelegene Marina zur Verfügung. Im Bereich der mittleren Havel sind die zum Weltkulturerbe zählenden Schlösserlandschaften Potsdams die größte Attraktion. Sanssouci und Babelsberg, aber auch die Pfaueninsel oder die Sacrower Heilandskirche sind einen Besuch wert.

Kulturelle Möglichkeiten bei einem Besuch der Hauptstadt

Bei einem Bootsurlaub auf der Havel lässt sich auch das Zentrum Berlins aus einer ungewohnten Perspektive besichtigen. Im Berliner Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel. Wer hier in die Spree einbiegt, fährt zunächst an Industrieanlagen und Schrebergärten vorbei. Danach lassen sich viele Berliner Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus besichtigen: Die Schlösser Charlottenburg und Bellevue, der Reichstag und das Regierungsviertel, die Museumsinsel mit dem berühmten Pergamonmuseum und vieles mehr – nicht umsonst trägt die Hauptstadt auch den Kosenamen „Spree-Athen“. Ein Boot mieten für Berlin lässt sich auf yachtcharter-berlin.de. So kann die Hauptstadt auch mal aus der Perspektive vom Wasser betrachtet werden.